Fröhliche Narzissen: die ultimativen Frühlingsboten

Bei der termingerechten Narzissenkultur ist es wichtig, dass unsere Produzenten die Wettervorhersagen besonders gut im Auge behalten. Bei Temperaturen unter 5 °C wachsen Narzissen nämlich kaum noch und bei einer Temperatur um den Gefrierpunkt wird das Wachstum sogar komplett eingestellt. Die beste Kulturtemperatur beträgt etwa 10 °C. Auch eine höhere Temperatur ist nicht erwünscht, da diese zu einem beschleunigten Wachstum führen und die Knospen sich dabei verfrüht und zu weit öffnen.

Die Narzissen aus England werden im niederländischen Blumenhandel auch „Bleistift-Narzissen“ genannt. Diese Bezeichnung beschreibt Schnittnarzissen mit blattlosem Stiel, welche also ohne Blätter und mit fest geschlossener Knospe geerntet wurden. Die ersten Schnittnarzissen werden in Kalenderwoche 4/5 angeliefert. 

Gefüllte Narzissen zeichnen sich durch eine gefüllte Blütenkrone aus, sie werden etwa in Kalenderwoche 9 geliefert. Gefülltblühende Narzissen werden erst dann geerntet, wenn die Knospen etwas mehr Farbe zeigen. Pflückt man sie zu früh, werden sich die Knospen nicht öffnen. Eine Ernte bei nasser Witterung ist vor allem bei gefüllten Narzissen ein Risiko, da es in der Blüte zu einem Botrytis-Befall (Grauschimmel) kommen kann. Botrytis-Fäule, oder auch Graufäule genannt, wird durch einen Schimmelpilz verursacht, der sämtliche Pflanzenteile, also Blatt, Blüte und Knospe, Stiele und selbst die Frucht befallen kann und damit das Produkt unverkäuflich macht. Die Produzenten müssen also starke nerven haben und einige Herausforderungen bewältigen, bevor sie alle Narzissen ausgeliefert haben und sich entspannen können!




Möchten Sie mehr erfahren? 

Haben Sie noch Fragen zu diesem Newsletter oder benötigen Sie detaillierte Informationen zu einem der Themen? Wir geben Ihnen gerne Auskunft. 

Wenden Sie sich an Eva Dahlqvist oder ein Mitglied unseres Lidl-Teams:
Arjen In ’t Veld, Dana Meertens, Richard Moerman, Joyce Sonneveld oder Gary Looij